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Weltimpftag: Eine persönliche Erinnerung daran, warum Impfungen so wichtig sind

Weltimpftag, 10. November

Jedes Jahr am 10. November erinnert uns der Weltimpftag an eine einfache Wahrheit: Impfungen retten Leben. Sie spielen eine entscheidende Rolle dabei, unnötiges Leid zu verhindern, indem sie Krankheiten, Behinderungen und Todesfälle durch impfpräventable Erkrankungen verringern.

Impfstoffe wirken, indem sie das Immunsystem auf sichere Weise einem inaktivierten oder abgeschwächten Teil eines Virus oder Bakteriums aussetzen. Dies löst die natürliche Immunantwort des Körpers aus, sodass er die eigentliche Infektion erkennen und bekämpfen kann. Sollte es jemals in der Zukunft auftreten.

Impfungen sind besonders wichtig für Kinder, da sich ihr Immunsystem noch entwickelt und sie anfälliger für schwere Komplikationen durch Krankheiten wie Masern, Keuchhusten und Windpocken sind. Eine frühzeitige Impfung trägt zu einem starken und dauerhaften Schutz bei und hält Kinder und ihr Umfeld gesund.

Für mich ist diese Wahrheit eine persönliche Angelegenheit.

Meine persönliche Erfahrung

Als ich aufwuchs, war es ganz normal, dass Kinder Windpocken bekamen – eine Krankheit, die schmerzhafte, entzündete Bläschen und juckenden Ausschlag am ganzen Körper verursacht. Windpocken galten als eine Art Kindheitserinnerung, die jedes Kind früher oder später durchmachen musste. Je früher man sie bekam, desto besser, da die Krankheit mit zunehmendem Alter tendenziell schlimmer wurde.

Ich erinnere mich, dass in meiner frühen Grundschulzeit manche Eltern sogar Windpockenpartys veranstalteten, wenn ein Kind erkrankte, in der Hoffnung, andere anzustecken und die Krankheit hinter sich zu bringen. Trotz aller Bemühungen meiner Eltern, mich und meine Schwester frühzeitig mit dem Virus in Kontakt zu bringen, haben wir uns beide erst Jahre später angesteckt.

In der achten Klasse brachte meine jüngere Schwester Windpocken mit nach Hause, und schon bald war ich von Kopf bis Fuß mit schmerzhaften, unaufhörlich juckenden Bläschen bedeckt, die weder mit Calamin-Lotion noch mit Haferflockenbädern Linderung brachten. Schließlich gab ich dem Kratzen nach, was die Bläschen nur noch verschlimmerte, bis sie bluteten. Nach der längsten und unangenehmsten Woche meines Lebens blieben dauerhafte Narben auf meiner Haut zurück. Bis heute habe ich noch einige auffällige Windpockennarben.

Dank der Varicella-Zoster-Impfung (VZV) gehören Windpocken für heutige Kinder weitgehend der Vergangenheit an. Als meine Tochter vor ihrem zweiten Geburtstag die VZV-Impfung erhielt, verspürte ich eine immense Erleichterung, da ich wusste, dass sie niemals das erleben würde, was ich durchgemacht hatte.

Heute gibt es keine Windpockenpartys mehr, keinen endlosen Juckreiz und keine schlaflosen Nächte mehr, in denen man mit Calamin-Lotion eingecremt ist. Windpocken sind etwas geworden, von dem die meisten Kinder nur noch von ihren Eltern oder Lehrern hören. Das ist die stille Kraft von Impfungen: Sie lassen einst weit verbreitete Kinderkrankheiten fast verschwinden.

Wie Impfungen für Kinder in Colorado aussehen

In Colorado müssen Kinder, die in die Grundschule kommen, (sofern keine Befreiung vorliegt) eine Reihe von Impfungen erhalten, die vor schweren Krankheiten schützen. Der Impfplan von Colorado für Kinder vom Kindergarten bis zur 12. Klasse umfasst:

  • Hepatitis B (HepB)
  • Diphtherie, Tetanus, Pertussis (DTaP)*
  • Inaktiviertes Poliovirus (IPV)*
  • Masern, Mumps, Röteln (MMR)*
  • Varizellen (Windpocken)*
  • Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Tdap)**

* Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren müssen vor dem Eintritt in den Kindergarten ihre letzten Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Parvovirose, Masern, Mumps und Röteln sowie gegen Windpocken erhalten haben.
** Schüler müssen vor Eintritt in die 6. Klasse Tdap erhalten haben (eine Dosis ist für die Klassen 6–12 erforderlich).

Den vollständigen, aktuellen Zeitplan finden Sie auf der Website des Colorado Department of Public Health & Environment (CDPHE). Website Die Einhaltung dieses Impfplans trägt dazu bei, dass Kinder, Schulklassen, Familien und Gemeinden weiterhin vor vermeidbaren Krankheiten geschützt bleiben.

Warum es immer noch wichtig ist

Trotz umfassender Impfprogramme treten Masernausbrüche landesweit wieder auf, auch in Regionen mit niedrigeren Impfraten. Masern verbreiten sich schnell und können insbesondere bei Kleinkindern und Menschen mit geschwächtem Immunsystem schwere Komplikationen verursachen.

Bis zum 15. Oktober 2025 wurden landesweit insgesamt 1,596 Masernfälle verzeichnet, darunter 27 Fälle in Colorado. 66 % dieser Fälle traten bei Kindern und Jugendlichen unter 19 Jahren auf (CDC ).

Für das Schuljahr 2023–2024 meldete Colorado eine landesweite MMR-Impfquote (Masern, Mumps, Röteln) von 88.3 % bei Kindergartenkindern. Das mag zwar hoch klingen, liegt aber unter der für die Herdenimmunität erforderlichen Abdeckung von 95 %, die dazu beiträgt, die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen und diejenigen zu schützen, die nicht geimpft werden können.CDC ).

Ausbrüche wie diese erinnern uns daran, dass die Aufrechterhaltung einer hohen Impfquote eine gemeinsame Verantwortung ist. Impfungen schützen nicht nur den Einzelnen, sondern alle Menschen in seinem Umfeld, darunter Säuglinge, ältere Menschen und diejenigen, die immungeschwächt sind oder nicht geimpft werden können.

Ein Tag zum Nachdenken und Handeln

Der Weltimpftag ist mehr als nur ein Datum im Kalender. Er ist eine Gelegenheit, die bisherigen Erfolge zu feiern und sich dafür einzusetzen, Kinder und Gemeinschaften gesund und widerstandsfähig zu halten.

Wenn Sie Elternteil oder Betreuungsperson sind, nehmen Sie sich bitte einen Moment Zeit, um den Impfpass Ihres Kindes zu überprüfen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn Sie Fragen oder Bedenken haben. Ein aktueller Impfschutz schützt nicht nur Ihr Kind, sondern die gesamte Gemeinschaft vor vermeidbaren Krankheiten.